21. August 2016

Digitale Spaziergänge


Von Zeit zu Zeit surfe ich einfach mal so kreuz und quer durchs Internet, schaue mir neue Blogs an, stöbere in alten Beiträgen auf altbekannten Blogs und lasse mich von allen Seiten berieseln. 

Bei einem dieser "digitalen Spaziergänge" bin ich auf den Blog von Bine gestossen ---KLICK--- und war vom letzten Posting direkt fasziniert.

Unter dem Oberbegriff #Schreibzeit beschäftigt sich Bine regelmäßig mit einem bestimmten Thema und ruft dazu auf, sich auch eigene Gedanken dazu zu machen. Das derzeitige Thema ist ANGST.

Also hab ich mich hingesetzt und überlegt - solltet ihr lediglich für Basteleien und kreative Ergüsse auf meinen Blog kommen: 

Klickt euch weg und schaut beim nächsten Beitrag wieder rein :) Alles kein Thema!



























Wovor habe ich also Angst?


Eigentlich eine simple Frage, aber erstaunlich schwer zu beantworten.

Ich glaube, dass ich vor nur sehr wenigen Dingen/Begebenheiten wirklich Angst habe - denn Angst ist ein starkes Wort.

Eher empfinde ich einen gewissen Respekt oder gehe das entsprechende Thema nur sehr vorsichtig und bedächtig an. 

Zum Beispiel? Das Kennenlernen fremder Personen. 

Normalerweise komme ich mit mir unbekannten Personen gut klar - auf eine oberflächliche Art und Weise. 
Wirkliche Freundschaften entwickeln sich bei mir nur sehr langsam. Nicht selten sogar über mehrere Jahre. 
Ähnlich ist es auch bei neuen Orten, neuen Arbeitsstellen, etc pp.

Aber Angst? Nein, so würde ich diese "Zurückhaltung" nicht bezeichnen. 

Hm.... ok, vielleicht könnte man behaupten ich habe Höhenangst!

Ein Stuhl geht so gerade eben noch in Ordnung, wenn ich mich woanders während der Kletterpartie festklammern kann.  
Eine Trittleiter dagegen ist schon fast ein Ding der Unmöglichkeit für mich ;)

Also -check- ich habe Höhenangst. 

Nicht allzu schlimm, denn so kann meine bessere Hälfte mit schöner Regelmäßigkeit zum "Ritter in strahlender Rüstung" mutieren und zudem erspare ich mir das lästige Putzen AUF den Schränken.... wer macht das schon gern?

Doch ist das alles? 


Wieder so eine Sache der Definition - man könnte mit Fug und Recht behaupten, dass ich immer wieder mal unter "Versagensängsten" leide. Dass ich von mir selber enttäuscht bin oder glaube, dass dies auf mein Umfeld zutrifft.

Allerdings höre ich immer wieder von Freunden, dass ich mit diesem Gefühl nicht alleine bin. 

Genauer möchte ich heute aber auch gar nicht darauf eingehen, da es schlichtweg den Rahmen sprengen würde.


Mein Fazit?


Unterm Strich kann ich mich wohl glücklich schätzen, dass mir weder Ratten noch Spinnen viel ausmachen. Ich mag sie nicht sonderlich und bin froh, wenn meine Katzen sie als Nahrungsergänzungsmittel betrachten, aber renne auch nicht schreiend einmal um den Block wenn ich sie vorbeihuschen sehe.

Auch habe ich (meistens) keine Angst vor der Zukunft oder vor dem Leben an sich. Ich gehe alles in meinem Tempo an und ganz ehrlich? Wem es nicht passt, brauch kein Teil meiner Welt zu sein oder zu bleiben. Das Leben ist zu kurz um sich nur nach anderen zu richten.

Platzangst gibt es im "Eunice-Kosmos" auch nicht. Je kleiner ein Raum ist, desto muckeliger empfinde ich ihn :) Außerdem kann man viele Wände auch einreißen, wenn man keine Angst vor Dreck hat. Wieder etwas, was ich abhaken kann.

Fast schon langweilig....

Gibt es etwas, wovor ihr Angst habt? Oder seit ihr mit stählernen Nerven und einem stabilen Gemüt gesegnet? Würde mich mal interessieren :)








Kommentare:

  1. Hallo Eunice!
    Die Urängste vor Tod oder Krankheit haben sicher die meisten. Auch die Angst vor Krieg oder Arbeitslosigkeit bzw. Existenzangst ist sicher sehr weit verbreitet.
    Ich habe eine eher ungewöhnliche Angst, d.h. eine Phobie - nicht gegenüber Spinnen oder Mäusen...bei mir sind es die Frösche und Kröten! Wir wohnen in der Nähe von mehreren Dorfteichen und die alljährliche Krötenwanderung geht quasi direkt über unser Grundstück! Daher komme ich zu der Zeit abends nur mit einer fetten Taschenlampe "bewaffnet" nach Hause (oder bleibe am besten gleich zu Hause, um die Situation zu umgehen!). Es bedeutet für mich eine riesengroße Überwindung an den - auf dem Weg sitzenden - Tieren vorbeizugehen. Mein Ekel ist so groß, dass es mir teilweise die Luft abschnürt und ich in leichte Panik verfalle! Und ich habe große Angst, draufzutreten! Freundinnen von mir können mich nicht verstehen. Ich werde oft belächelt. Eine sammelt sogar die Kröten an der Straße, um sie vor dem Überfahren zu retten. Sie hat meinen größten Respekt. Aber ich kann nicht aus meiner Haut. Zum Glück ist es immer nur eine begrenzte Zeit im Jahr, aber oft sehe ich im Herbst in jedem Blatt eine Kröte! Das ist schon krass!
    Bilder von Kröten machen mir eigentlich nichts aus. Comic-Frösche finde ich sogar niedlich :-)!
    So, das war meine Geschichte! Bin gespannt, ob sich noch mehr Leser outen!?
    Liebe Grüße!
    Anke

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    1. Hallo Anke - danke für deine Geschichte! Mir sind Comicfrösche auch lieber als echte :) Mal abwarten, ob sich noch wer traut! LG zurück

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  2. Ein sehr interssanter Post, der mich zum Nachdenken angereget hat. Im Großen und Ganzen würde ich mich Dir sogar anschließen *schmunzel*. Ich würde viele Gefühle in der Hinsicht auch nicht als Angst bezeichnen, sondern eher als Respekt und der ist nun hin und wieder sehr wertvoll.
    Insgesamt finde ich das Leben eher spannend und nicht beängstigend (außer wenn mir eine dicke fette Spinne über den Weg läuft, dann könnte ich wohl ums Haus laufen, bleibe aber eher wie angewurzelt stehen *uuu*)
    Hab einen schönen Tag!
    GLG sigrid

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    1. Hallo Sigrid - dann gehörst du wirklich zu einer der Glücklichen :) Spinnen mag glaub kaum einer so richtig gern - sind halt keine kuscheligen Tierchen!

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  3. Danke für Deinen #Schreibzeit Beitrag! Und danke für Deine Gedanken. Ja, Du kannst Dich glücklich schätzen, dass Du - bis auf Höhenangst- keine größeren Ängste Dein eigen nennen kannst.
    Die Worte, die Du gewählt hast, nutze ich auch ganz oft: Respekt und Zurückhaltung machen Dingen, Ereignissen oder Menschen gegenüber. Aber selten bis gar keine Angst.
    LG Bine

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    1. Danke für deinen Besuch liebe Bine - ich find die Aktion klasse und werd sicher nochmal meine Gedanken dazu teilen :)

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  4. Wovor habe ich also Angst? Keine einfache Frage!
    Ich habe immer versucht gegen meine Ängste zu kämpfen und sie zu "besiegen"
    Wobei ich nie Angst vor Spinnen oder Mäusen hatte, eh Angst vor tiefem Wasser und Höhenangst.
    Seit meinem Bungee Jumping Sprung in Frankreich hat sich die Angst vor der Höhe fast verabschiedet und durch das Tauchen, die Angst vor tiefem Wasser.
    Wir entwickeln uns immer weiter und wachsen in dem wir lernen mit unseren Ängsten zu leben oder zurecht zu kommen. Das macht das Leben "spannend" ;)
    Ich schicke dir ganz liebe Grüße und gehe jetzt mein Bügelberg beseitigen!
    Kuss
    Sylwia

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    1. Ach ja, Angst vor zu viel Bügelwäsche habe ich auch :-)))
      Deshalb bügele ich sie immer gleich weg, damit es nicht mehr als ein Korb wird! Sonst bekomme ich ANGST! :-)
      LG
      Anke

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    2. Hehe das kann ich verstehen - damit hab ich auch soeben fast 2,5 Std zugebracht *grins*
      2 Ferienwohnungen produzieren ne Menge Wäsche..... ;)

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    3. Danke für deine Antwort Sylwia - seine Ängste zu bekämpfen finde ich bewundernswert! Ich konnte mich bislang noch nicht dazu aufraffen..... ich umgehe sie immer nur ;)

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  5. Hallo Eunice, was für interessante Frage......und gar nicht so einfach zu beantworten wenn man wirklich unterscheiden möchte was Angst ist und was einem eigentlich nur unangenehm ist......deshalb unangenehm ist mir relativ viel.....von euren Wäschebergen angefangen und hin bis zu dem ekeligsten Tier für mich den Spinnen. Aber richtig Angst macht mir eigentlich nichts davon. Angst vorm Sterben was Anke angesprochen hat hab ich dank meines Glaubens auch nicht, da mir bewusst ist, dass jeder irgendwann gehen muss und es ein Leben nach dem Tod gibt. Sicher freue ich mich über jeden Tag den ich genießen kann und den mir Gott schenkt und bin froh wenn ich davon noch sehr viele habe ;0)......meine größte Angst die ich eigentlich habe ist die mich übergeben zu müssen, oder auch dies bei anderen miterleben zu müssen. Ist vielleicht eine komische Angst, aber eigentlich wirklich die größte die mir grad einfällt. Das hat bei mir nichts mehr mit unangenehm zu tun, sondern mit purer Angst davor.
    Sorry ist vielleicht ein doofes Thema aber ist echt die Wahrheit.
    LG
    Conni

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    1. Hallo Conni,
      weisst du was? Ich kenne jmd mit genau dem selben Problem. Ist also nix, wofür du dich schämen müsstest!
      LG zurück und danke für deine Wortmeldung zum Thema "Angst"

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  6. Tja, wovor habe ich Angst??? Vor manchem Getier ist es eher ein gruseln bzw. ekeln, aber als Angst würde ich so was nicht bezeichnen.
    Da ich schon etwas älter bin habe ich Angst vor Krankheiten, die einen treffen können bzw. die engsten Angehörigen. Ich glaube, damit könnte ich nicht so gut umgehen, jemanden richtig pflegen zu müssen oder gar zu verlieren.. Gut, machen würde ich es ganz sicher, aber solche Gedanken lösen bei mir Angst aus.
    Es gibt ja so viele schlimme Schicksale und wenn ich mich in so was reindenke, was Quatsch ist, kommt mir echt Angst. Jeder geht halt anders mit genau dieser Art Angst (so es die überhaupt als diese gibt) um.
    Ich mache mir auch sehr oft Gedanken um Dinge, die eigtentlich gar nicht so schlimm sind (die heutige Jugend betreffend.. wie sieht die Zukunft aus etc.??), was unser Sohn schon so oft entkräftet hat.

    lg die hippe

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    1. Hallo Conny,
      die Angst einen dir nahestehenden Menschen zu verlieren oder selber schwer zu erkranken kann ich nur zu gut verstehen. Ich versuche es so gut wie möglich zu verdrängen, allerdings habe ich da leider auch schon schlechte Erfahrungen machen müssen. Wichtig ist einfach, das Leben so wie es kommt zu nehmen und soviel Freude zu schenken wie es einem selber möglich ist!
      Fühl dich gedrückt :)

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  7. Liebe Eunice,
    ein starker Post, wie ich finde! Respekt! Respekt ist auch eher der Begriff, den ich für die meinen meiner "Ängste" anwenden würde... Wovor ich richtig große Angst habe... darüber müsste ich auch tatsächlich erst einmal nachdenken. Angst ist - wie Glück auch - ein sehr großes Wort. Danke für die Anregung!
    Liebe Grüße
    Christine

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    1. Vielen lieben Dank Christine,
      ich schreib wahnsinnig gern auch mal über andere Themen als Basteleien, aber allzu oft will ich euch mit zu langen Texten ja auch nicht "nerven" ;)

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  8. Hallo Eunice,
    Höhenangst hätte ich bei mir auch aufzählen können - aber irgendwie zähle ich es nicht als richtige Angst. Mir wird zwar seltsam, wenn ich zum Beispiel auf Türmen auf Gitterplatten stehe oder man durch Holzplanken den Abgrund erahnen kann, aber ich habe trotzdem keine Angst davor, auf Aussichtsplattformen & Co. zu klettern. :-)

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    1. Hallo Janine,
      schön, dass du mich auf meinem Blog besuchst :)
      Sei froh kann ich nur sagen, ich krieg richtig Herzrasen und Schweissausbrüche wenn ich mich mehr als 20cm vom Boden entferne *grins*

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  9. Hi Eunice... erstmal muss ich was loswerden: Das neue Profitfoto von Dir gefällt mir sehr gut! War schon länger nicht bei Dir zu Besuch und so hab ich mich jetzt gefreut über das neue "Gesicht" von Dir - auch das Foto, wie Du "ausgeknockt" auf der Couch liegst, ist so cool & genial :-)

    Was das Thema Angst anbelangt, machen mir Spinnen, Frösche nicht viel aus. Ich kann auch die Höhe gut aushalten. Meine größte Angst ist, abgelehnt zu werden, so wie ich bin, nicht Ordnung zu sein. Auch die Vorstellung, dass ich irgendwo hingehe und keinen Anschluss finde, macht mir Grummeln im Bauch...... Und wenn ich ehrlich mir gegenüber bin, muss ich zugeben, dass dieses Grummeln eben .... die Angst vor dem Ausgeschlossen / Nicht-Dazugehören ist.

    Ich denke, wir wollen alle geliebt / gemocht / angenommen / akzeptiert und wertgeschätzt sein. Wir fühlen uns wohl, wenn uns j-d auf dem Blog ein herzliches Wort als Kommentar hinterlässt. Wir freuen uns über jede positive Rückmeldung zu unseren kreativen Ideen - denn das uns eben das Gefühl gibt, dass das was wir tun in Ordnung ist.

    So zumindest meine These ;-)

    Hinter vielen vielen Gefühlen wie Wut, Enttäuschung, Traurigkeit liegt Angst. Wir mögen ihr nur nicht so gerne ins Gesicht schauen....

    Dicker Drücker, Karo

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